Geld mit Deinem E- Auto verdienen? Das geht! Die THG-Quote macht es möglich.

Wer sich ein E-Fahrzeug anschafft, spart Emissionen. Das ist klar. Doch bald wird es möglich sein, diese gesparten Emissionen effektiv in Geld zu verwandeln und so nicht nur der Umwelt, sondern auch deinem Portemonnaie etwas Gutes zu tun!

Zum 01.01.2022 wird es eine Gesetzesänderung geben, die es jedem Elektroautobesitzer ermöglicht die gesparten Emissionen zu verwerten. Verantwortlich dafür ist die sogenannte THG- Minderungsquote, welche ab dann, per Gesetz, auch für Elektrofahrzeuge beantragt werden kann.

Was ist die THG- Quote?

Die Treibhausgas- Minderungsquote ist ein Klimaschutzinstrument der Politik, welches, wie der Name schon sagt, die Treibhausgasemission reduzieren soll. Derzeit liegt sie bei 6%. Das Ziel besteht also darin mehr nachhaltig erzeugte und erneuerbare Energien in den Markt zu bringen.

Drei Schritte werden hier verfolgt:

1.Reduzierung des Verkehrsaufkommens

2.Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf emissionsärmere Verkehrsmittel

3.Umstieg auf alternativ klimaschonende Antriebsarten

 Das betrifft vor allem Firmen, die mit mineralischen Rohstoffen handeln, wie zum Beispiel globale Ölkonzerne oder die Kohleindustrie, aber auch andere Branchen, in denen sehr viele klimaschädliche Abgase produziert werden. Mit eben dieser Quote wird vorgegeben, wie viel Tonnen CO2 ein Mineralölunternehmen emittieren darf. Der vorgegebene Referenzwert, darf nicht überschritten werden, sonst wird für jedes einzelne Gramm CO2 eine Strafzahlung fällig. Diese Strafzahlung wird zum 01.01.2022 gesetzlich weiter erhöht. D.h. von 470 auf 600€/tCO2. Schlecht für die Unternehmen, indirekt gut für die Umwelt und unerwartet auch gut für alle E-Auto Fahrer.

Doch warum? Um die Strafzahlungen zu verhindern, besteht für die Unternehmen die Möglichkeit sich eine positivere Bilanz zu „erkaufen“. Die THG-Quoten werden gehandelt. Denn am grünen Wandel teilzunehmen und Umweltzertifikate zu erwerben ist für die Unternehmen eine gute Übergangslösung beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Zudem können sie damit hohe Strafzahlungen umgehen. Und da kommen die Besitzer von E-Fahrzeugen ins Spiel. Sie können ihren Ladestrom nach Vertragsabschluss an die Unternehmen verkaufen und so Profite von 100-300 Euro erwirtschaften. Diese müssen nämlich durch die stetig steigende Minderungsquote immer mehr Zertifikate erwirtschaften und haben somit, bspw. als Tankstellenbetreiber den Anreiz mehr Ladesäule aufzustellen und anzubieten. Allerdings ist eben der Verkauf als Einzelperson an ein großes Unternehmen eher schwierig bis unmöglich. Wie du es am besten anstellst, wird weiter unten, im Teil „Wie mache ich meinen Ladestrom zu Geld?“ erklärt. Wichtig und interessant zu wissen ist allerdings auch, dass alles was nicht durch die Besitzer verwertet wird an den Staat geht, denn jede nicht verwertete Emissionseinsparung durch Elektrofahrzeugbesitzer wird Ende des Jahres oder im Folgejahr auf einer Auktion verkauft und der Staat profitiert. Dann doch lieber das Geld in die eigene Tasche stecken.

Zusätzlich wird die Anrechnungsmöglichkeit von Ladestrom, ab 2022, auf das dreifache erhöht und dadurch erstmals rentabel für die Besitzer. Prognostisch gesehen ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass es bis 2030 immer profitabler wird.

Doch wie genau finde ich heraus wie viel Strom ich in den Markt einbringe bzw. wie viel Ladestrom ich anrechnen lassen kann?

Wie viel Strom von einer einzelnen Person in den Markt eingebracht wird ist sehr komplex und schwierig zu ermitteln. Darum tritt ein Pauschalwert, der pro E-Auto angerechnet wird, in Kraft. Dieser entspricht 2000KhW/ Jahr. Es wird davon ausgegangen, dass jedes Elektroauto im Durchschnitt auch Zuhause lädt. Die handelbaren THG-Quoten sind damit zugunsten aller Halter von Elektrofahrzeugen, auch denen, die nicht zu Hause laden! Denn grundsätzlich sparen schließlich auch sie die Emissionen durch mineralische Kraftstoffe ein und verwendenden stattdessen Strom zum zur Fortbewegung, was sie im Prozess des Wandels zu kleinen, aber quantitativ wichtigen Unterstützern macht. Man kann also sagen, dass sich der THG-Quoten Handeln für jeden Besitzer auszahlen kann. Doch wie?

Wie mache ich meine Ladestrom nun zu Geld?

Für diesen Handel gibt es keine Börse, kein festgehandeltes Produkt am Markt. Darum können keine Festpreise, sondern nur Einzelverträge mit den verschiedenen Playern (alle mit fossilen Rohstoffen arbeitenden Firmen/Händler) am Markt vereinbart werden. Doch muss jetzt jeder einzelne Kontakt mit einem, unter Umständen, riesigen Unternehmen aufnehmen und einen Vertrag aushandeln?

Die Antwort ist glücklicherweise: Nein! Die Gesetzesänderung hat einige Wettbewerber auf der Bildfläche erscheinen lassen, die genau diesen Dienst anbieten. Denn E- Fahrzeugbesitzer sind tendenziell hohe Stromverbraucher. Das macht sie zu attraktiven Kunden eines jeden Energieversorgers. Oft ist das Abtreten der THG-Quoten an diese Anbieter ein recht einfacher Prozess. Anmelden und Hochladen des Fahrzeugscheins. Dann können die Daten überprüft und vom Umweltbundesamt zertifiziert werden. Die gesammelten Umweltzertifikate werden von den Anbietern geschlossen an die Firmen verkauft. Und Du selbst erhältst meist, je nach Anbieter, um die 250 Euro jährlich. Zugegeben kein Vermögen, aber ein kleines „Goodie“ für die Mitgestaltung einer nachhaltigeren Zukunft.

Und genau darum geht es auch uns als GrienGo! Damit du auch von der THG-Quote profitieren kannst, treiben wir den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur voran und tragen somit gemeinsam zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen bei. Ganz egal, ob Unternehmer mit E-Ladepunkt auf dem Firmengelände oder (nur) E-Auto-Besitzer; mit uns kommst du auf jeden Fall sauber ans Ziel 😉.

Melde Dich gerne, wenn du Fragen hast. Wir freuen uns von dir zu hören/lesen.


Dein GrienGo Team


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